{"id":1454,"date":"2008-06-13T10:54:13","date_gmt":"2008-06-13T08:54:13","guid":{"rendered":"https:\/\/connis-kleine-welt.de\/wp\/?p=1454"},"modified":"2008-06-13T11:07:48","modified_gmt":"2008-06-13T09:07:48","slug":"frauen-nerven-im-bett","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/connis-kleine-welt.de\/wp\/?p=1454","title":{"rendered":"Mal abgesehen vom Sex &#8211; Frauen nerven im Bett"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p>Meistens haben mir Frauen im Bett nichts als \u00c4rger eingebracht. Mit Wehmut denke ich manchmal an die Teenagerzeiten zur\u00fcck, in denen ich entweder allein und entspannt die Nachtruhe genoss oder nur vor\u00fcbergehend mit einer Frau das Bett aufsuchte.<\/p>\n<p>Die Probleme fingen erst so mit Anfang zwanzig an, als man das Nachtlager &#8222;wie Mann und Frau&#8220; teilte, sprich: vom Einschlafen bis zum Aufstehen. Hieraus muss ich eine ganz bittere Bilanz ziehen.<\/p>\n<p>&#8222;N\u00e4chte des Grauens&#8220; ist noch untertrieben. Am Tage durchaus abgekl\u00e4rte, zupackende und moderne Frauen mutieren angesichts von Federkern und Daune ausnahmslos zu verw\u00f6hnten, lebensunt\u00fcchtigen, egoistischen Zicken. Wie ich jetzt an einigen Beispielen schl\u00fcssig beweisen werde.<\/p>\n<p>Beginnen wir mit dem unerfreulichen Thema &#8222;M\u00fccken&#8220;. Vorweg muss ich sagen, dass ich im Sommer grunds\u00e4tzlich ganz gern neben einer Frau liege, weil ich dann von Stechm\u00fccken verschont bleibe. Die st\u00fcrzen sich immer auf meine Partnerin. Das ist bitter, tut mir pers\u00f6nlich auch wirklich leid, ist aber noch lange kein Grund, mich grob wachzujammern: &#8222;Ich bin v\u00f6llig zerstochen&#8220;, mit einer Stimme, die im Grenzbereich zwischen Hysterie und Nervenzusammenbruch moduliert. Der Auftrag an mich, dem m\u00e4nnlichen &#8222;Sicherheitsbeamten&#8220;, ist klar:<br \/>\n&#8222;Steh auf und geh M\u00fccken jagen&#8220;.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, warum Frauen selbst keine M\u00fccken jagen, warum sie im Bett liegend den Sp\u00e4her machen, auf schwarze Punkte an der Decke deuten und &#8222;Da!&#8220; rufen. Ich wei\u00df vor allem nicht, weshalb ich immer wieder g\u00e4hnend, mit zerzaustem Haar und einer zusammengerollten Zeitung auf der Matratze stehe und auf Zuruf Tiere totschlage.<\/p>\n<p>Es gibt es zahlreiche Frauen, die sich anfangs sehr anschmiegsam geben und sich leidenschaftlich ankuscheln, sich aber, wenn es um die endg\u00fcltige Schlafposition geht, als sehr hartleibig erweisen. Sie sto\u00dfen sich mit der einen Hand von mir los, ergreifen mit der anderen Hand die eigene Bettdecke und verteidigen dieses Refugium mit erbitterter Gegenwehr. Und ich muss geduldig warten, bis die Meine-Decke-geh\u00f6rt-mir-Autistin endlich in den Schlaf gesunken ist und ich beginnen kann, vorsichtig robbend, verlorenes Terrain zur\u00fcckzugewinnen. Wenn ich dann, nunmehr halbherzig kuschelnd, in tiefen Schlaf gesunken bin, kommt h\u00e4ufig schnell die n\u00e4chste Gemeinheit.<\/p>\n<p>Ein brutaler Sto\u00df, meist mit dem Ellbogen ausgef\u00fchrt, trifft mich in die Seite. Ich schrecke hoch und h\u00f6re eine schneidende Stimme: &#8222;Du schnarchst!&#8220;. So was w\u00fcrde ich nie tun.<\/p>\n<p>Ich finde es bezaubernd, wenn sie im Schlaf redet oder ein bisschen vor sich hin blubbert. Nie w\u00fcrde ich mit dem Ellbogen sto\u00dfen. Aber Frauen ist es ja egal, ob man fr\u00fchmorgens einen wichtigen Termin hat. Nach der Tat sinken sie umgehend wieder in den Tiefschlaf, und ich liege mit tellergro\u00dfen Augen in der Dunkelheit und finde keine Ruhe.<\/p>\n<p>Grauenhaft ist auch eine andere Variante der k\u00f6rperlichen Attacke. Da liegt man wohlig unter seiner Decke und ist am Wegnicken und dann kommen sie: kalt, eiskalt.<\/p>\n<p>Gefrorene Frauenf\u00fc\u00dfe schieben sich langsam und unaufhaltsam zwischen die m\u00e4nnlichen Schenkel. Dort sollen sie gew\u00e4rmt werden. Der Mann zuckt zur\u00fcck, windet sich, versucht die Flucht, aber die weichen Gletscher unter der Decke sind st\u00e4rker. Alle Frauen haben kalte F\u00fc\u00dfe! Alle! Und sie kennen kein Erbarmen. Stumm, aber fordernd kommen sie in der Nacht gekrochen und saugen K\u00f6rperw\u00e4rme im Gigawatt-Bereich ab. Schrecklich!<\/p>\n<p>Manchmal geben sie aber auch dann keine Ruhe, wenn man ihre Permafrost-F\u00fc\u00dfe enteist, das Schnarchen eingestellt und dem Kuscheln entsagt hat. Denn dann haben sie was geh\u00f6rt. &#8222;Da ist doch jemand!&#8220;, raunen sie, &#8222;Da hat doch was geknackt!&#8220; oder &#8222;H\u00f6rst du diese komischen Ger\u00e4usche?&#8220; Die Botschaft ist erneut glasklar:<\/p>\n<p>Mann, pack dir einen h\u00f6lzernen Kleiderb\u00fcgel oder sonst eine behelfsm\u00e4\u00dfige Waffe, wage dich in die dunkle Wohnung und vertreib den Einbrecher, so du einen findest. Klar, dass jeder Mann dem tief verwurzelten Instinkt zum Schutze der Sippe folgt und in Socken und Unterhosen wie ein Depp im Dunklen umher stolpert, um dann frierend und unverrichteter Dinge wieder zur (nat\u00fcrlich tiefschlafenden) Partnerin zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Wer meint, mit dem Morgengrauen sei der \u00c4rger ausgestanden, irrt! Wie in einem Horrorfilm, der scheinbar seinen gruseligen H\u00f6hepunkt erreicht hat und dann noch mal entsetzlich zuschl\u00e4gt: Die Rede ist von unterschiedlichen Schlaf- und Wachrhythmen. Ich arbeite eben bis in die fr\u00fchen Morgenstunden und stehe folgerichtig nicht gerade mit H\u00fchnern auf. Kein Problem f\u00fcr den Alleinschl\u00e4fer.<\/p>\n<p>Was aber soll ich mit einer Frau machen, die morgens um sieben kerzengerade nachfedernd im Bett sitzt, Langeweile hat, sich laut und vernehmlich reckt, g\u00e4hnt, r\u00e4uspert und am Ende gar fl\u00fcssige Konversation fordert? Nachdem ich blutsaugende Insekten zur Strecke brachte, zum Dank daf\u00fcr Ellbogen-Checks kassierte und unter die eigene kalte Bettdecke verbannt wurde.<\/p>\n<p>Nach all dem reichte es mir irgendwann. Und zwar richtig. Eines fr\u00fchen Morgens wurde ich durch die Frage: &#8222;Kannst du auch nicht mehr schlafen?&#8220; geweckt und herrschte die Frau neben mir r\u00fcde an: &#8222;Halt die Klappe und mach Fr\u00fchst\u00fcck!&#8220; Kurz danach fiel die Wohnungst\u00fcr krachend ins Schloss, und ich musste mir das Fr\u00fchst\u00fcck selbst machen. Gibt es keine Hoffnung?<\/p>\n<p>Doch, die gibt es! Ich habe &#8211; nun ja &#8211; jemanden kennengelernt. Und die ist anders! Sie ist anschmiegsam und kuschelt exzessiv. Ich darf in ihrer Gegenwart ausgiebig schnarchen. Wenn sie Ger\u00e4usche h\u00f6rt, schaut sie selber nach dem Rechten. M\u00fccken bringt sie mit geschickten Schl\u00e4gen eigenh\u00e4ndig zur Strecke, und sie hat niemals kalte F\u00fc\u00dfe. Gut, sie ist vielleicht ein bisschen verspielt.<\/p>\n<p>Aber welche Katze ist das nicht?<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>(unbekannter Autor, ich meine das aber irgendwo her zu kennen)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meistens haben mir Frauen im Bett nichts als \u00c4rger eingebracht. Mit Wehmut denke ich manchmal an die Teenagerzeiten zur\u00fcck, in denen ich entweder allein und entspannt die Nachtruhe genoss oder nur vor\u00fcbergehend mit einer Frau das Bett aufsuchte. 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